In Österreich spielen rund 2,5 Millionen Menschen regelmäßig an Online-Casinos, doch nur ein Bruchteil davon erhält professionelle Hilfe bei Problemen. Während Plattformen wie Belabet als attraktive Spielanbieter wahrgenommen werden, bleibt der Bereich rund um Spieler:innen-Support oft im Schatten. Das ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch wirtschaftlich ein Risiko: Studien zeigen, dass nur etwa 15 % der Spieler:innen mit Glücksspielproblemen tatsächlich professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Die meisten suchen sich Hilfe selbst – oder fallen in die Falle von Selbsttäuschung.
Belabet, einer der größten Online-Casinos Österreichs, hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf die Förderung einer verantwortungsvollen Spielkultur konzentriert. Doch wie genau setzt es sich mit dem Thema Spieler:innen-Support auseinander – und welche Lücken gibt es noch? Während viele Konkurrenten auf kostenlose Hotlines oder Chatbots setzen, die oft nur oberflächlich wirken, bietet Belabet seit 2023 ein eigenes, unabhängiges Beratungsteam an. Doch bleibt die Frage: Ist das wirklich ausreichend?
Der österreichische Glücksspielmarkt ist streng reguliert: Das Spielernotfallgesetz (2019) verpflichtet alle Anbieter, eine 24/7-Hotline für Spieler:innen mit Suchtgefahren anzubieten. Belabet erfüllt diese Pflicht durch die Zusammenarbeit mit der Österreichischen Glücksspielkontrolle, die eigene Berater:innen einsetzt. Allerdings gibt es Kritik: Viele Spieler:innen berichten, dass die Beratung zu spät kommt – oft erst, wenn es bereits zu spät ist. Während Belabet auf seine eigenen Ressourcen setzt, bieten Plattformen wie CasinoCheck oder Glücksspielberatung.at unabhängige, kostenlose Alternativen an, die oft besser erreichbar sind.
Ein entscheidender Unterschied zwischen Belabet und anderen Anbietern liegt in der Transparenz: Während viele Casinos auf „Sicherheitstools“ wie Spiellimits oder Self-Exclusion-Optionen setzen, setzt Belabet auf eine psychologische Prävention. Sein Team besteht aus Sozialarbeiter:innen und Psycholog:innen, die nicht nur mit Spieler:innen sprechen, sondern auch Eltern und Lehrkräfte beraten. Besonders im Fokus steht die Schulung von Jugendlichen: Belabet kooperiert mit der Glücksspielpräventionsinitiative „Glück mit Maß“, die in Schulen Workshops anbietet. Doch bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um das Problem langfristig zu bekämpfen.
Laut einer Umfrage des Österreichischen Glücksspielverbandes aus 2023 geben 40 % der Spieler:innen an, dass sie selbst nicht wissen, wie sie bei Problemen Hilfe suchen. Belabet versucht, dieses Wissen zu verbreiten – etwa durch eine eigene Website mit FAQs und einem „Sicherheitstool“, das Spieler:innen in Echtzeit warnt, wenn ihr Spielverhalten riskant wird. Doch kritiker:innen argumentieren, dass solche Tools oft zu spät greifen, da sie erst dann aktiv werden, wenn bereits Schaden entstanden ist.
Die Zukunft des Spieler:innen-Supports wird vor allem davon abhängen, ob Plattformen wie Belabet ihre Verantwortung ernst nehmen – oder ob der Markt weiter auf Selbstregulierung setzt. Während einige Anbieter zunehmend in unabhängige Beratungszentren investieren, bleibt zu hoffen, dass Belabet seine Arbeit weiter ausbaut und nicht nur die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, sondern echte Prävention betreibt. Denn am Ende geht es nicht nur um Regeln, sondern um Menschen.
- Nur 15 % der Spieler:innen mit Suchtgefahren suchen professionelle Hilfe (Studie Glücksspielberatung.at, 2022)
- Belabet hat seit 2023 ein eigenes Beratungsteam mit Sozialarbeiter:innen und Psycholog:innen
- Kritik: Viele Spieler:innen erhalten Hilfe zu spät – oft erst nach Schadenersatz
- Kooperation mit „Glück mit Maß“ für Schulungen in Österreich
- Transparenz: Belabet setzt auf psychologische Prävention statt reiner Selbstkontrolle


